Auf Kurztrip in Danzig

Herrschaftliche bunte Altbauten, romantische Kirchen, spannende Museen und ein Katzensprung bis zum Meer – Danzig ist ein wahres Juwel an der polnischen Ostseeküste und besticht durch eine Fülle an historischen, kulturellen und kulinarischen Highlights. Erfahre mehr darüber, welche Spots du bei einem Besuch im malerischen Gdansk nicht verpassen solltest und lass dich inspirieren für deinen nächsten Kurztrip in Pommerns eindrucksvolle Hauptstadt.

Die Höhepunkte von Gdansk

Welche Orte du auf deinem Danziger Kurztrip unbedingt besuchen solltest


Historischer Stadtkern

Mit seinen engen Gassen, altehrwürdigen Gebäuden und farbenfrohen Fassaden versetzt dich Danzigs zauberhafte Stadtzentrum umgehend in vergangene Zeiten. Schlendere vorbei an architektonischen Meisterwerken und lass dich vom einmaligen Flair verzaubern!

Kaum zu glauben, dass Danzig nach dem Zweiten Weltkrieg fast vollständig in Trümmern lag. Denn insbesondere das Zentrum glänzt heutzutage als wahres Schmuckstück.

Wer von Danzigs herrschaftlichem Stadtbild spricht, meint in erster Linie die sogenannte Rechtstadt. Hier reihen sich zahlreiche bunte Prachtbauten aneinander, die vor allem in der Langen Gasse bestaunt werden können. Begib dich also unbedingt auf einen Spaziergang vom Goldenen zum Grünen Tor. Auf der beeindruckenden Flaniermeile erhebt sich auch das Rechtstädtische Rathaus ebenso wie der vom dem Artushof erbaute Neptunbrunnen. Weiter geht es auf den Langen Markt und schließlich zur Marienkirche, die weltweit größte Backsteinkirche, deren Turm einen tollen Ausblick über die Stadt ermöglicht. Gleich daneben befindet sich die Königliche Kapelle, die mit ihrem barocken Wesen aus den anderen im Backsteinstil gehaltenen Kirchen Danzigs heraussticht.

Insbesondere in der benachbarten Mariengasse (auch Frauengasse genannt) fällt auf: Bernstein und Danzig gehören zusammen wie die Sachertorte und Wien. Neben Kaliningrad galt Danzig früher als wichtigstes Bernsteinzentrum und trägt heute nicht umsonst den Beinamen „Welthauptstadt des Bernsteins“. Vielleicht entdeckst du ja beim Stöbern durch die kleinen Läden ein Souvenir, das aus dem „Gold der Ostsee“ gemacht ist – oder aber du erwirbst ein Fläschchen Goldwasser! Die Herstellung des für Danzig typischen Gewürzlikörs geht sogar bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Mit Bernstein geht es übrigens auch in der Altstadt von Danzig weiter. Hier findest du das Bernsteinmuseum ebenso wie die Katharinen- und Brigittenkirche, in der du den beeindruckenden aus Bernstein angefertigten Altar bewundern kannst. Weitere sehenswerte Bauwerke in Danzig sind das Große Zeughaus sowie die Nikolai- und die Johanneskirche, die jedoch alle in der Rechtstadt liegen.

Du brauchst ein wenig Pause von so viel Altbaupracht? Dann mache einen Abstecher nach Wrzeszcz, das nicht nur als Studentenviertel sondern auch als Geburtsort von Günter Grass bekannt ist. Neben dem Geburtshaus des Schriftstellers stößt du hier auch auf die ihm gewidmete Statue: Grass selbst auf einer Bank neben einem kleinen Jungen mit einer Trommel auf dem Schoß – in Anlehnung an seinen wohl berühmtesten Roman „Die Blechtrommel“.


Romantische Hafenpromenade

Danzigs malerische Uferpromenade erstreckt sich entlang des Flusses Motlawa und bietet einen grandiosen Blick auf die historische Altstadt. Mit ihren bunten Gebäuden und den charakteristischen Kränen ist die Lange Brücke ein wahrer Augenschmaus.

Der Name „Lange Brücke“ kann schon mal für Verwirrung sorgen – denn er meint nichts anderes als den Danziger Hafenkai. Besucher können hier gemütlich am Fluss entlangspazieren oder sich in einem der vielen Cafés und Restaurants mit Blick auf die Motlawa, die Speicher- und Bleihofinsel und den Hafen niederlassen. Wie wäre es mit ein paar typisch polnischen Köstlichkeiten im Cała Naprzód?

An der Langen Brücke befand sich früher der Handelshafen der Stadt, an dem Schiffe be- und entladen wurden. Eines der bedeutendsten Monumente aus dieser Zeit ist das imposante Krantor, das als Wahrzeichen Danzigs gilt und inzwischen Teil des Nationalen Maritimen Museums ist. Von der gegenüberliegenden Uferseite kannst du es aus der perfekten Perspektive bewundern.


Ostseebad Sopot

Ein Besuch in Danzig wäre nicht komplett, ohne auch einen Abstecher zum nahegelegenen Ostseebad Sopot zu machen. Nur eine kurze Fahrt per Zug oder Auto von Danzig entfernt, bietet Sopot eine ideale Abwechslung vom städtischen Trubel inklusive Blick aufs Meer.

Gemeinsam mit Danzig und Gdingen bildet Sopot den Ballungsraum Dreistadt und gilt als beliebter Kur- und Badeort in der Danziger Bucht, sowohl unter Einheimischen als auch unter Touristen.

Entlang der Strandpromenade mit ihrem herrschaftlichen Kurhaus kannst du es dir einem der Cafés und Restaurants gemütlich machen oder aber durch kleine Läden schlendern, während das Wasser der Ostsee im Hintergrund ans Ufer rollt. Der feine Sandstrand lädt zum Sonnenbaden und Entspannen ein, während du dir – je nach Jahreszeit – in der polnischen Ostsee eine kleine Abkühlung verschaffen kannst.

Ein Highlight ist die berühmte Seebrücke, die sich über eine Länge von mehr als 500 m hinaus ins Meer erstreckt. Von hier aus erhaschst du atemberaubende Blicke auf das Wasser, die umliegende Küste und die kleine, aber feine Skyline mit Leuchtturm, Kurhaus und imposantem Grand Hotel.

Suchst du nach etwas Grün, lädt Sopots wunderschöner Kurpark mit seinen alten Bäumen und blühenden Beeten zum Verweilen ein. Und lasse dir auch einen Besuch beim „Krummen Häuschen“ nicht entgehen, das seinem Namen alle Ehre macht. Mitten in der zentralen Monte-Cassino-Straße gelegen, kannst du es praktisch nicht verfehlen. Das im Erdgeschoss gelegene Costa Coffee eignet sich übrigens hervorragend für eine kleine Pause, um die Erkundungstour durch die Kurstadt im Anschluss gestärkt fortsetzen zu können.


Bewegte Geschichte

Die bewegte Vergangenheit Danzigs regt sicherlich nicht nur Geschichtsinteressierte zum Eintauchen und Nachdenken an. In zahlreichen Museen und an weiteren Orten in und nahe der Stadt kannst du ihr auf die Spur kommen und dich über bedeutende Kapitel der europäischen Geschichte informieren.

Eines der bekanntesten historischen Wahrzeichen von Danzig markiert die Gedenkstätte Westerplatte. Mit dem deutschen Beschuss dieser in der Danziger Bucht gelegenen Halbinsel begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Heute gilt die Westerplatte als Symbol des polnischen Widerstands gegen die Deutschen. Überreste alter Verteidigungsanlagen und Bunker sowie ein steinernes Mahnmal erinnern an die Ereignisse.

Parallel zum Beschuss der Westerplatte überfiel die deutsche Wehrmacht in jener Nacht auch die Polnische Post in Danzig. Heute befindet sich an diesem Ort ein Museum, in dem Besucher mehr über den Sturm auf das Danziger Postamt erfahren können. Mit seinem Roman „Die Blechtrommel“ setzte Günter Grass dem Kampf um die Polnische Post ein Denkmal.

Sehenswert ist auch das Museum des Zweiten Weltkriegs, das seinen Besuchern die Geschichte des Krieges aus globaler Sicht ebenso wie aus der Perspektive der polnischen Zivilbevölkerung näherbringt.

Das Historische Museum in Danzig umfasst dagegen Exponate, die die Geschichte der Stadt vom Mittelalter bis zur Gegenwart dokumentieren, während im Nationalmuseum Kunst und Kunsthandwerk aus historisch wichtigen Epochen bewundert werden können. Im Europäischen Zentrum der Solidarność kannst du dich schließlich eingehender über ein jüngeres Kapitel der polnischen Vergangenheit informieren: Die dortige Ausstellung berichtet über die Geschichte und die Bedeutung der Solidarność-Bewegung aus den 1980er Jahren in Polen sowie die Förderung von Solidarität und Demokratie in Europa.

Neben einem Besuch dieser großartigen Museen lohnt sich auch ein Ausflug zur imposanten Marienburg (Malbork). Die mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens liegt etwa 1 Stunde Fahrt südöstlich von Danzig und zählt heutzutage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist der größte Backsteinbau Europas und versetzt ihre Besucher auf einer rund 20 Hektar großen Fläche auf eindrucksvolle Weise zurück ins 13. Jahrhundert.

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