Rundreise Andalusien

Pulsierende Städte und malerische Dörfer, traumhafte Sandstrände und majestätische Gebirgsketten, historische Schätze und kulinarische Verzückungen Andalusien begeistert mit Vielfalt und Schönheit. Spaniens atemberaubender Süden ist nicht nur die Wiege des Flamencos und Heimat von Pablo Picasso, sondern auch das perfekte Reiseziel für einen Roadtrip. Begib dich auf ein siebentägiges Rundreise-Abenteuer und lass dich von der andalusischen Kultur, Natur und Lebensart verzaubern. Wir zeigen dir, welche Stationen du dabei auf keinen Fall verpassen solltest!

Andalusien in 7 Tagen

Dein Roadtrip durch Spaniens Süden


Tag 1: Sevilla

Deine Reise startet in Sevilla, Andalusiens wunderschöner Hauptstadt, die dich mit einer reichen Geschichte und einzigartigen Kultur begrüßt.

Nach einem köstlichen Frühstück im Café Ananás warten nun unzählige Orte darauf, von dir entdeckt zu werden. Erste Station in Sevillas Altstadt ist die gewaltige Plaza de España, die mit ihrer majestätischen Architektur einschließlich Brücken, Wasserkanälen und farbenfroher Kacheln ihre Besucher:innen ins Staunen versetzt.

Schlendere im Anschluss entlang des Flusses Guadalquivir, vorbei an Sevillas historischer Universität, und genieße den Ausblick auf die Triana-Brücke. Dein Ziel: Die Kathedrale von Sevilla, die größte gotische Kirche des Landes und eine der größten der Welt. So eindrucksvoll ihr äußeres Erscheinungsbild, so eindrucksvoll ist auch ihr Inneres. Nach Erklimmen des Glockenturmes La Giralda, einem Wahrzeichen der Stadt, wartet der wohl bekannteste Ausblick über Sevilla auf dich.

Genieße eine kleine Stärkung im Filo Colón, bevor du anschließend das historische Viertel Santa Cruz und den königlichen Alcázar, ein maurisches Palastensemble (einer der vielen prächtigen Paläste Sevillas!) mit prunkvollen Gärten, erkundest. Wenn es die Zeit erlaubt, schnuppere zuletzt im wunderschönen Stadtpalais Casa de Pilatos vorbei und lasse schließlich deinen Tag in der Ovejas Negras Tapasbar gebührend ausklingen.


Tag 2: Córdoba

Heute geht es weiter Richtung Córdoba, etwa zwei Autostunden nordöstlich von Sevilla gelegen. Die historische Altstadt begrüßt dich mit verwinkelten Gassen, hübschen weiß gekalkten Häusern, typisch spanischen Lokalitäten und einer lebendigen Atmosphäre.

Nachdem du diese hast auf dich wirken lassen, solltest du deine Aufmerksamkeit nun einem ganz besonderen Bauwerk widmen: der weltberühmten Mezquita. Die größte Moschee-Kathedrale der Welt ist ein wahres architektonisches Meisterwerk. Während sie sich äußerlich mit maurischen Bögen und Verzierungen schmückt, begeistert sie in ihrem Inneren mit einem atemberaubenden Mix aus islamischer und christlicher Kunst. Schon allein wegen der Mezquita lohnt sich ein Besuch in Córdoba – und auch dir wird die monumentale Sehenswürdigkeit ganz gewiss die Sprache verschlagen.

Reflektiere dieses Wow-Erlebnis bei einer entspannten Mittagspause im Restaurante Amaltea und probiere allerlei spanische Köstlichkeiten. Und sei gespannt! Denn das zweite große Highlight Córdobas folgt sogleich: ein Besuch der Alcázar de los Reyes Cristianos, einer Festungsanlage aus dem 14. Jahrhundert. Erkunde hier vor allem die prachtvollen Gärten, spaziere entlang der Wassergräben und genieße die malerische Aussicht von den Türmen.

Lohnenswert ist zudem ein Stopp beim Palacio de Viana, einem wunderschönen Palastgebäude mit idyllischer Gartenanlage. Den Sonnenuntergang lässt du schließlich am besten auf der berühmten Puente Romano auf dich wirken. Die römische Brücke, die ihre 16 Bögen über den Guadalquivir spannt, gewährt einen großartigen Blick auf den Fluss und die Altstadt von Córdoba.

Unser Tipp fürs Abendessen: das Bodegas Mezquita, gleich neben der Mezquita im jüdischen Viertel der Stadt. Genieße köstliche andalusische Speisen!


Tag 3: Granada und Alhambra

Gute zwei Autostunden entfernt liegt Granada, die dritte Station deiner Andalusien-Reise.

In der charmanten, verwinkelten Altstadt mit engen Gassen wirst du immer wieder Zeuge arabischer Einflüsse. Insbesondere bei einem Besuch des Seidenmarkts La Alcaicería im Herzen der Stadt tritt dies zutage.

Gleich nebenan erhebt sich die Kathedrale Granadas, die ein beeindruckendes Beispiel der spanischen Renaissance-Architektur darstellt. Unmittelbarer Nachbar ist die Capilla Real, die Königskapelle, in der die sterblichen Überreste zahlreicher spanischer Könige aufgebahrt sind. Ebenfalls einen Katzensprung entfernt liegt die Madraza de Granada. Von außen eher unscheinbar, solltest du dir ihr Innenleben jedoch nicht entgehen lassen. So glänzt die erste Universität Granadas im maurischen Stil und fasziniert mit wunderschönen orientalischen Schmuckelementen.

Die zweifellos wichtigste Sehenswürdigkeit Granadas steht jedoch noch aus: die Alhambra. Die Festung ist ein wahres Monument maurischer Architektur und gehört als UNESCO-Weltkulturerbe zu den meistbesuchten Orten Spaniens. Organisiere unbedingt vorab schon ein Ticket, um den riesigen Architekturkomplex erleben zu können. Der beispiellos faszinierende Baustil, prachtvolle Gärten und malerische Ausblicke von der Alcazaba aus werden dich garantiert in ihren Bann ziehen.

Schlendere im Anschluss an dein Alhambra-Erlebnis durch die hübschen und von weißen Häusern gesäumten Gassen von Albaicín und genieße eine abermals großartige Aussicht auf die Stadt. Am Abend solltest du unbedingt in einem der typischen Tapas-Restaurants wie dem La Trastienda einkehren, um dir die lokalen Spezialitäten schmecken zu lassen.


Tag 4: Caminito del Rey

Etwa anderthalb Stunden entfernt von Granada erwarten dich schwindelerregende Höhen, einzigartige Ausblicke und eine gute Prise Abenteuer – willkommen auf dem Caminito del Rey!

Der spektakuläre „Königspfad“, der 2015 nach aufwendiger Sanierung wiedereröffnet wurde, führt über eine Länge von einigen Kilometern in etwa 100 Meter Höhe entlang steiler Wände durch tiefe, schmale Schluchten. Eine unglaubliche Aussicht auf felsige Landschaften und die türkisen Windungen des Guadalhorce-Flusses rauben dir hier garantiert den Atem.

Die Tour, für die du insgesamt 3 bis 4 Stunden einplanen solltest, startet am Nordeingang und führt dich Richtung Süden bei El Chorro. Der Wanderweg fordert keine Kletterei, ist nur mäßig anstrengend und auch für ungeübte Wanderer geeignet. Denke an eine frühzeitige Reservierung, einen kleinen Rucksack mit Proviant und Sonnencreme, adäquate Schuhe und Bekleidung sowie deinen Pass.

Nachdem du am Eingang des Weges mit dem obligatorischen Helm ausgestattet wurdest, darfst du dich auf ein phänomenales Wandererlebnis inmitten beeindruckend schöner Natur freuen. Ausführliche Infos und Tickets findest du hier.

Tritt im Anschluss am besten schon deine Weiterfahrt an, damit du am nächsten Morgen direkt vor Ort starten kannst.


Tag 5: Málaga

Eine Autostunde südöstlich entfernt erwartet dich die Hafenstadt Málaga. Die Mischung aus Mittelmeer-Brise und historischer Altstadt machen den Ort an der Costa del Sol so besonders. Begib dich also auf Entdeckungstour!

In der im Herzen von Málaga gelegenen Altstadt befinden sich viele wichtige Sehenswürdigkeiten wie der Mercado Central de Atarazanas, ein riesiger Lebensmittelmarkt in einer historischen Markthalle aus dem 19. Jahrhundert, oder die gigantische Kathedrale „La Manquita“, deren Dach einen tollen Ausblick über die Stadt ermöglicht. Nicht weit entfernt von der Kathedrale liegt das Picasso-Museum, in dem du die Werke des in Málaga geborenen Künstlers bestaunen kannst.

Sehenswert ist außerdem die maurische Festungsanlage Alcazaba de Málaga ebenso wie das Castillo de Gibralfaro, von dessen Burgmauern aus du einen herrlichen Überblick über die Stadt erhaschen kannst.

Weiter geht es Richtung Wasser! Schlendere entlang der Hafenpromenade und spüre im Anschluss den Sand des Playa de la Malagueta unter deinen Füßen. In einem der zahlreichen Cafés entlang der Strandpromenade Muelle Uno kannst du deinen Tag schließlich bei einem Glas Rotwein gebührend ausklingen lassen.


Tag 6: Ronda

Etwas beschaulicher, aber nicht minder eindrucksvoll geht es in Ronda zu. Das Städtchen liegt etwa anderthalb Stunden von Málaga entfernt, im bergigen Hinterland auf einem steil abfallenden Felsplateau.

Beginne deinen Tag mit einem Spaziergang über die berühmte Puente Nuevo, eine majestätische Brücke, die den historischen Stadtkern mit der Neustadt verbindet. Von hier aus bietet sich dir ein spektakulärer Blick auf die umliegende Landschaft.

Richtung Neustadt stößt du auch schon direkt auf den malerischen Aussichtspunkt Mirador de Ronda sowie die geschichtsträchtige Stierkampfarena. Diese ist eine der ältesten in Spanien und beeindruckt durch fantastische Architektur.

Weiter geht es durch kleine Straßen mit zahlreichen Läden, die zum Bummeln und Entdecken einladen. Folge der Einkaufsstraße Carrera Espinel, um anschließend einen Abstecher zu den Jardines de Cuenca zu machen. Insbesondere zur Blütezeit sind die terrassenförmig angelegten Gärten ein wundervoller Rückzugsort und bieten zudem eine grandiose Aussicht auf die Puente Nuevo.

Von hier aus spazierst du weiter über die Puente Viejo – entweder zu den Baños Árabes, den mittelalterlichen arabischen Bädern, oder direkt in die historische Altstadt von Ronda. „La Ciudad“ begeistert mit typisch weißen Häuschen und engen Gassen, die die sehenswerte Kirche Santa María la Meyor am Plaza Duquesa de Parcent umgeben. Den perfekten Fotospot findest schließlich am Mirador Puente Nuevo de Ronda, einen kleinen Fußmarsch entfernt.

Genieße den Abend im Arrabal Restaurante bei lokalen Köstlichkeiten und mit wunderschönem Ausblick auf die Puente Nuevo.


Tag 7: Cádiz und Jerez de la Frontera

Knappe zwei Autostunden weiter westlich schmiegt sich schließlich die letzte Station deiner Reise an die Atlantikküste. Auf einer Landzunge gelegen versprüht Cádiz mit seiner charmanten Altstadt geradezu Inselfeeling.

Ein Spaziergang durch die schachbrettartige Altstadt solltest du dir nicht entgehen lassen. Insbesondere die wunderschöne, palmengesäumte Calle Virgen de la Palma ist einen Bummel wert. Hoch hinaus gelangst du beim Aufstieg auf den Aussichtsturm Torre Tavira ebenso wie bei einem Besuch der Kathedrale von Cádiz einschließlich ihres Kirchturms.

Schlendere anschließend entlang der Promenade und genieße am Playa de la Caleta einen malerischen Blick aufs Meer. Den Stadtstrand von Cádiz tauschst du jedoch nun ein gegen Sherry – ja, richtig gelesen! Das etwa 30 Minuten entfernt gelegene Städtchen Jerez de la Frontera gilt als Heimatstadt des Sherrys und beherbergt neben zahlreichen Sherry-Bodegas einige historische Sehenswürdigkeiten.

Eine der wichtigsten ist zweifelsohne die imposante Kathedrale, aber auch ein Besuch der Festungsanlage mit ihren idyllischen Gärten, Innenhöfen und einer Moschee ist lohnenswert.

Lasse dir zum Abschied die traditionelle Küche im Casa Lazo ein letztes Mal gebührend schmecken und tritt mit zahlreichen Erinnerungen im Gepäck deine Heimreise an.

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